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Bezirksschützenfest in Spexard

Am ersten Wochenende im Mai fand das Bezirksschützenfest des Bezirkes Wiedenbrück bei unseren Gastgebern der St. Hubertus Schützenbruderschaft Spexard statt.

Bei gutem Schützenfestwetter trafen sich die Schützinnen und Schützen der 19 Schützenbruderschaften, Gilden und Vereine um die Besten der Besten aus ihrer Mitte zu küren.

Am Samstagnachmittag startete das Bezirksschützenfest mit der Siegerehrung der Fahnenschwenkerwettbewerbe und der Pokalschießen. Nach Bekanntgabe der neuen Schüler-und Jugendmajestäten Isabel Skirde und Bastian Frickenstein trafen sich dann die Könige und Königinnen des Bezirkes zum Bezirkskönigsschießen.

Den ersten und zweiten Schuss setzten das scheidende Bezirkskönigspaar Frederick Stallein und Theresa Wohlfahrt (St. Lambertus Langenberg) und danach folgten die Könige und Königinnen in einer im Vorfeld ausgelosten Reihenfolge. Mit dem 4. Schuss holte sich Andre Bröcker, der König der St. Johannes Schützenbruderschaft Druffel die Krone, mit Schuss 37 nahm König Maik Dönnewald (St. Sebastianus Avenwedde) dem Vogel den Apfel und der durch König Christian Dost (St. Georg Dreiländereck Verl Sürenheide) gesetzte 70. Schuss brachte ihm das Zepter. Der linke Flügel stellte sich als besonders zäh da und trieb alle Majestäten unter der Vogelstande zur Weißglut. Er konnte erst mit dem 218. Schuss von Holger Kröger (König St. Antonius Benteler) erlegt werden.

Durch diese Verzögerung wurde beschlossen den rechten Flügel zur Nebensache zu machen und direkt auf den Vogel zu gehen und damit den neuen Bezirkskönig zu ermitteln. Beim 259. Schuss gab der Vogel auf und machte Yannick Fischer (König St. Michael Liemke) zum neuen Bezirkskönig. Zusammen mit seiner Königin Johanna Kipshagen wird er unseren Bezirk für das nächste Jahr vertreten.

Am Sonntagmorgen startete der Bezirksjungschützentag mit einem Gottesdienst des Bezirkspräses Benedikt Kickum bei dem Isabel Skirde und Bastian Frickenstein ihre Majestätenketten durch die neue Bezirkskönigin Johann Kipshagen übergeben bekamen.

Von der Kirche aus ging es im Festumzug zur Sportwiese, wo der Startschuss zum Bundesjungschützentag gegeben wurde, um dann im Parademarsch zum Festplatz zu marschieren auf dem bei einem bunten Rahmenprogramm die Zeit bis zum Jungschützenkönigsschießen verflog.

Nachdem sich der Vogel am Samstag als besonders zäh herausgestellt hat, fiel der Vogel am Sonntag überraschend zeitig zusammen mit dem rechten Flügel nach dem 203.Schuss. Til Dübler sicherte sich damit die Bezirksjungschützenkönigswürde. Er wird uns zusammen mit seiner Königin Pia Schiermeier repräsentieren.

Hier die Insignienschützen:
Krone Christian Niediek St. Jakobus Mastholte 12. Schuss
Apfel Jannik Dönnewald St. Sebastianus Avenwedde 32. Schuss
Zepter Daniel Echterhoff St. Hubertus Kaunitz 40. Schuss
Linker Flügel Lukas Hansjürgen St. Johannes Druffel 151. Schuss
Vogel Til Dübler St. Hubertus Neuenkirchen 203. Schuss

Wir bedanken uns bei allen Bruderschaften, Gilden und Vereinen, sowie den Sportschützen, -schützinnen, Fahnenschwenkern, -schwenkerinnen und Gästen für ein wunderbares Bezirksschützenfest.

Ein herzliches Dankeschön geht ebenfalls an die St. Hubertus Schützenbruderschaft Spexard für die Vorbereitung und Durchführung des Festes.
(Bericht: Kim Reckhaus)

Spendenübergabe vom Bezirksbruderschaftstag

Anlässlich des Bezirksbruderschaftstages des Bezirksverbandes Wiedenbrück am 5. März bei der St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg konnte nun der Erlös aus der Hutsammlung an die Einrichtung Herzenswünsche e.V. in Münster übergeben werden.

Traditionell wird beim jährlichen Bruderschaftstag für eine soziale oder caritative Einrichtung eine Hutsammlung durchgeführt. In diesem Jahr wurde hiermit der Verein Herzenswünsche e.V. in Münster unterstützt. Hierbei kam eine Summe von 3454,33 € zusammen. Diese Summe wurde noch durch den Verkauf der Chronik der Lambertus Schützenbruderschaft anteilig unterstützt, wie auch durch den Bezirksverband Wiedenbrück der diese Summe noch aufstockte.

Der Verein Herzenswünsche e.V. ist ein bundesweit tätiger Verein, der schwer kranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. Rund 60 ehrenamtliche und vier hauptamtliche Mitarbeiterinnen stehen dabei in engem Kontakt zu den Eltern, Ärzten, Therapeuten und natürlich den betroffenen Kindern selbst, um ihren Herzenswunsch wahr werden zu lassen und ihnen damit neuen Mut, Kraft und Freude zu schenken. Mit mehr als 60 Kliniken in ganz Deutschland arbeitet der Verein zusammen. Die Wünsche der Kinder sind hierbei sehr vielfältig und individuell, von einem Treffen mit einer prominenten Person, eine Geburtstagsfeier, ein individuelles zubereitetes Essen oder einem Zoobesuch ist alles dabei.

Das die Spende hier direkt eins zu eins den Kindern zugutekommt davon konnte sich die Abordnung der Schützenbruderschaft Langenberg und des Bezirksverbandes in deren Vereinssitz in Münster ein Bild machen. Eine Vielzahl von Danksagungen, der bisher 800 Wunscherfüller und den 15-20 jährlichen Projekten, in den beeindruckenden Bildercollagen in Augenschein genommen werden. Das Vorstandsmitglied Helmut Foppe erläuterte nochmals in tiefgreifenden Einblicken die Arbeit und die herausragende Wichtigkeit seines Vereins. Dieses wird auch durch die Rückmeldungen aus den Kliniken deutlich, die in dem Verein Herzenswünsche einen wichtigen Wegbegleiter bei der Behandlung der Kinder sehen.

Besonders ist der Verein dabei stolz darauf, das DZI-Spendensiegel führen zu dürfen. Dieses wird ausgestellt, wenn eine Organisation sorgfältig, verantwortungsvoll und transparent mit den ihnen anvertrauten Geldern umgeht.
Nach dem Spendenübergabe und den Eindrücken vor Ort waren sich die Verantwortlichen aus dem Bezirk Wiedenbrück einig, dass die Spende hier im Sinne des Bezirksbruderschaftstages und aller angeschlossenen Bruderschaften, Gilden und Vereine ihren besonderen Zweck zugutekommt.
(Bericht: Kim Reckhaus)

Was bedeutet für Dich Schützenfest?

Was bedeutet dir dein Schützenfest in der kommenden Saison oder auch wie siehst du die Schützenfeste für unsere Region?

Am 6. und 7. Mai startet der Bezirksverband Wiedenbrück mit seinem Bezirksschützenfest in Spexard die Saison des Jahres 2023. Damit beginnen dann die Traditionsveranstaltungen in unserer Region und unserem Bezirksverband.

Die Schützenfeste in unserer Region haben in ihren Bruderschaften, Gilden und Vereinen eine gelebte Tradition über viele Jahrzehnte und darüber hinaus entwickelt. Die Schützenfeste stehen für viele Werte, die wir in unseren Leitsätzen, für Glaube, Sitte und Heimat, bekennend benannt haben aber auch mit in die Zukunft modern interpretiert weiterleben.

Die Schützenfeste sind für sich sehr unterschiedlich haben aber in vielen Punkten ihres Ablaufes Gemeinsamkeiten, die den Rahmen des Festes gestalten. Die Festumzüge, Paraden, das Vogelschießen, das Schützenfesthochamt aber auch die Festbälle sind Glanzpunkte im Ablauf dieser Tage.

Doch sind aber diese Feste mehr als das. Sie bedeuten gesellschaftliches Leben, Gemeinschaft, soziales Engagement. Sind feste Bestandteile in den Dörfern, Gemeinden und Städten und tragen somit zur Bereicherung dieser im großen Maße bei. Aber auch an den Tagen des Schützenfestes wird das Feiern großgeschrieben. Man trifft sich mit Freunden, Nachbarn und Bekannten und trifft einige nur einmal im Jahr hierzu wieder. Das Schützenfest bedeutet auch eine willkommene Abwechslung vom Alltag, diesen loslassen und für 3 Tage die Gemeinschaft des Schützenwesens in den Vordergrund stellen.

Dieses ist aber auch nur ein Teil davon, wofür das Schützenfest steht.

Gerne möchten wir auch einmal fragen wofür du als Follower unser Facebook-Seite das Schützenfest siehst. Was bedeutet dir als Schützenschwester, Schützenbruder oder Besucher das Schützenfest? Was macht dein Schützenfest aus? Wofür steht für dich das jährliche Schützenfest?

Wir sind gespannt auf eure Antworten und freuen uns auf viele Kommentare auf Facebook.

Euer Bezirksverband Wiedenbrück
(Text: Stefan Wellerdiek)

Das Forum Waffenrecht ist entsetzt über die Tat in Hamburg

Am letzten Donnerstag ermordete ein 35jähriger während eines Gottesdienstes in einem Gebetshaus der „Zeugen Jehovas“ in Hamburg sieben Menschen und verletzte weitere acht. Der Täter war selbst ehemaliges Mitglied der Religionsgemeinschaft und hatte diese vor anderthalb Jahren verlassen.

Der Täter war Mitglied in einem Hamburger Schießsportverein und besaß seit Dezember 2022 die Tatwaffe legal.

„Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer sowie den weiter
Teilnehmern des Gottesdienstes, welche die schreckliche Tat miterleben mussten“, sagt
Friedrich Gepperth, Vorsitzender des Forum Waffenrecht.

Im Januar 2023 war der Waffenbehörde angezeigt worden, dass der Täter psychisch krank, wütend auf ehemalige Arbeitgeber und seine ehemaligen Glaubensbrüder sei, jedoch eine Behandlung ausschließe. Eine anschließende unangemeldete Kontrolle durch die Polizei blieb jedoch, bis auf eine mündliche Verwarnung wegen nicht ordnungsgemäß verschlossener Munition, folgenlos.

„Dies ist ein schwarzer Tag für Deutschland, Hamburg und die deutschen Sportschützen“, meint Friedrich Gepperth weiter. Eine Absage erteilte Gepperth aber den reflexartigen Forderungen nach einer Verschärfung des Waffengesetzes, wie sie aktuell bereits vereinzelt aus der Politik und Medienkommentatoren zu hören sind. Das deutsche Waffengesetz ist das strengste seiner Art und enthält umfassende Kontroll- und Entzugsmöglichkeiten, die nur angewandt und vollzogen werden müssen.

Laut Informationen des Tagesspiegels soll der Täter im letzten Dezember ein Buch
veröffentlicht haben, in welchem er Adolf Hitler als „Werkzeug Christi“ verherrlicht und den Holocaust gerechtfertigt haben soll. Allein eine solche Gesinnung führt bei Bekanntwerden regelmäßig zum Erlaubnisentzug. Vor Erteilung seiner Waffenbesitzkarte muss der Täter unter bestehendem Waffenrecht vom Verfassungsschutz überprüft worden sein. Warum hierbei seine kruden politischen Einstellungen nicht aufgefallen sind, ist kaum verständlich.

„Diese Tat ist verabscheuungswürdig und durch nichts zu rechtfertigen. Jedoch waren hier die erforderlichen Informationen über den Täter im Vorfeld bekannt, wurden der Behörde sogar angezeigt und es besteht die Möglichkeit, einem Besitzer legaler Waffen eine psychologische Begutachtung aufzugeben. Die Hürden hierfür sind denkbar niedrig und im Zusammenhang mit der nicht ordnungsgemäß verwahrten Munition wäre eine Begutachtung sicher zu begründen gewesen. Hier wurden offensichtlich Fehlentscheidungen getroffen, die es dringend aufzuklären gilt“.

Dem Forum Waffenrecht gehören 200 Verbände und Vereine an, die ca. 750.000 Mitglieder vertreten. Die im Forum Waffenrecht zusammengeschlossen Verbände sind unter anderem:
Deutscher Jagdverband e. V.
Bund Deutscher Sportschützen e. V.
Bund der Militär- und Polizeischützen e. V.
Deutsche Schießsport Union e. V.
Bundesverband Schießstätten e.V.
Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition
(Text: Forum Waffenrecht e. V.)

62. Bruderschaftstag in Langenberg

Weit über 500 Gäste begrüßte der Bezirksverband Wiedenbrück am Sonntag, den 5. März 2023 zu seinem traditionellen Bruderschaftstag in der Mehrzweckhalle Langenberg.

Erst im dritten Anlauf konnte der Einkehrtag, der die Schützen des Verbands, immer am zweiten Fastensonntag, auf die österliche Fastenzeit einstimmt, von der St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg durchgeführt werden. Ursprünglich hatte die Bruderschaft, die Ausrichtung der Veranstaltung für das Jahr 2021 geplant, in dem sie auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückblicken konnte.

Eingestimmt wurden die Teilnehmer durch den Spielmannszug Langenberg, unter der Leitung von Tambourmajor Stefan Hagemann. Danach hielt Brudermeisterin Renate Knüwer eine kurze Ansprache, in der sie sich bei den vielen Helfern, die sich für den Auf- und Abbau und die Bewirtung verantwortlich zeigten, bedankte


Diözesan- und Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier konnte in seiner Eröffnung viele Ehrengäste aus Schützenwesen, Kirche und Politik begrüßen, unter anderem die beiden Ehrenbrudermeister Dieter Mersch und Hans Heitjohann, NRW Landtagspräsident André Kuper sowie den ehemaligen Bezirkspräses Pastor Rüdiger Rasche, der später die abschließende Andacht halten sollte. Präses Benedikt Kickum musste seine Teilnahme leider kurzfristig absagen. Mario Kleinemeier stellte das soziale Engagement der neunzehn Mitgliedsvereine des Bezirksverband in den Fokus seiner Begrüßung.

In ihrem Grußwort wies Langenbergs Bürgermeisterin Susanne Mittag auf den Stellenwert der beiden Bruderschaften in der Gemeinde hin. Von den ca. 8.700 Einwohner der Gemeinde Langenberg sind über 1.600 in der St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg und über 1.000 in der St. Antonius Schützenbruderschaft Benteler organisiert. Die Mehrzweckhalle der Gemeinde Langenberg sei nun schon zum dritten Mal Veranstaltungsort des Einkehrtags, so das Gemeindeoberhaupt.
Die kleinen Sängerinnen und Sänger des Kinderchors „piccolos“, unter der Leitung von Roland Orthaus und Alina Jacobtorweihen begeisterten die Gäste mit ihren Liedern, für die sie langanhaltenden Applaus ernteten.


Der Erlös der Hutsammlung sollte, auf Wunsch der St. Lambertus Schützenbruderschaft, dem bundesweit tätigen Verein Herzenswünsche e. V. aus Münster zugutekommen. Helmut Foppe, 2. Vorsitzender des Vereins, stellte die Arbeit der Organisation dar, die sich zur Aufgabe gemacht hat, schwerkranken Kindern und Jugendlichen langersehnte Wünsche zu erfüllen. Ungefähr 800 Wünsche, wie z. B. der Aufenthalt auf einem Ponyhof, ein Konzertbesuch oder eine schön ausgerichtete Geburtstagsfeier, erfüllt der Verein im Jahr. Sie tragen oft dazu bei, den sehr belastenden Klinikaufenthalt zu bewältigen, betonte das Vorstandsmitglied. Dass ein solches besonderes Engagement bei den Zuhörern Anklang fand, zeigte das Ergebnis der Hutsammlung, 3.294,33 Euro konnten bei der Veranstaltung gesammelt werden. Wie Mario Kleinemeier betonte, wurde zuvor noch nie ein höherer Betrag eingesammelt. Der Bezirksverband Wiedenbrück stockte die Summe auf 3.700 Euro auf.

Als Hauptredner des Einkehrtags konnte der Diözesanadministrator des Erzbistums Paderborn gewonnen werden. Monsignore Dr. Michael Bredeck, der nach dem Rücktritt von Erzbischof Hans-Josef Becker übergangsweise die Erzdiözese bis zum Amtsantritt eines neuen Erzbischofs leitet, hielt ein Referat zum Thema „Dem Glauben Zukunft geben – Zukunftsbild Erzbistum Paderborn – Mut zu Entscheidungen“ In seinem Referat zeigte er vielfältigen Gründe auf, die Katholiken zum Austritt aus der Kirche bewegen. Viele Menschen hätten ein Problem mit der „Institution Kirche“. Seit Mitte der 1960er Jahre ließe die Bindekraft der Kirche nach. Die Ansichten gehen auseinander und die Menschen stellen fest, dass man auch ohne religiöse Praxis gut durch das Leben kommt. Gespräche mit austrittswilligen und ausgetretenen sollen ihren Entschluss eventuell noch umkehren.

Die Zukunft der Kirche hänge davon ab, ob sich die Menschen entscheiden, dass der Glaube für sie wichtig sei. Die Kirche habe in der Politik zwar noch einen hohen Stellenwert, aber man müsse sich darauf einstellen, dass die Katholiken in den nächsten Jahren eine akzeptierte Minderheit darstellen würden, die sich dann Gemeindeübergreifend zusammenschließen müssten.

Zum Abschluss seiner Ausführungen bat er die Anwesenden in der Fastenzeit persönlich der Frage nachzugehen: „Warum glaube ich?“

Festakt zum 100 jährigen Jubiläum der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard

Am Wochenende luden die Spexarder Schützen zum Festakt in das Spexarder Bauernhaus ein. Viele Gäste aus Politik, Gesellschaft, befreundeten Vereinen, dem Schützenwesen und Freunde der Bruderschaft nahmen an dem gelungenen und kurzweiligen Festakt teil. Auch der Vorstand des Bezirksverbandes Wiedenbrück war mit seiner Spitze, um den Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier, seinem Stellvertreter Stefan Wellerdiek, dem Kassierer Norbert Brinkrolf und dem Bezirksoberst Markus Wallmeyer vertreten.

Oberst Josef Schall begrüßte alle Gäste aus den verschiedensten Institutionen, die der Bruderschaft in enger Freundschaft verbunden sind. In den Grußworten von MdB Ralph Brinkhaus, Bürgermeister Norbert Morkes, MdL Raphael Tigges und Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier brachten sie die besondere Bedeutung der Spexarder Schützen für die Stadt Gütersloh und aber auch für die Region zum Ausdruck. Schützenfeste sind ein Ort des Treffen Könnens, so Ralph Brinkhaus. Darüber hinaus steht die Bruderschaft für Gemeinschaft und Zusammenhalt, die sich im sozialen und caritativen Bereich enorm engagiert, brachte es Norbert Morkes auf den Punkt. Brudermeister Maik Hollenhorst nannte das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Bruderschaft als elementar wichtig. Für die Spexarder Schützen und Schützinnen gibt es innerhalb der Bruderschaft keine Ausgrenzung in jeglichen Bezug auf die Menschen vor Ort, die sich in der Bruderschaft durch ihre aktive Mitgliedschaft engagieren wollen.

Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier betonte dass das der Begriff Heimat eine Renaissance erlebt und wer sich nach Heimat sehnt nicht von gestern ist. In Begleitung seines stellvertretenden Diözesanbundesmeisters Burkhard Deppe durfte er, im Namen des Bundesverbandes und des Hochmeisters Prinz Dr. Emanuel zu Salm Salm die Hochmeisterplakette verleihen.

Eine besondere Ehrung brachte MdL Raphael Tigges aus Düsseldorf mit. Er überbrachte die Glückwünsche des Landes NRW in seinen Grußworten und überreichte die Ehrenplakette des Landes NRW vom Ministerium für Sport und Ehrenamt. (Stefan Wellerdiek)

Bezirksmeisterschaften

Am 03. und 04. Februar 2023 wurden die Bezirksmeisterschaften im Sportschießenausgetragen. Die Schützenbruderschaft St.Hubertus Clarholz-Heerde stellte hierfür ihre Schießsportanlagen zur Verfügung. Auf den Luftdruck und Kleinkaliberschießständen fanden die Teilnehmer/ innen gute Voraussetzungen um sich im sportlichen Wettstreit zu messen und hervorragende Ergebnisse zu erreichen.

Die Bezirksschießabteilung konnte die Meisterschaften in 34 Klassen durchführen. Insgesamt wurden in den Disziplinen Luftgewehr, Luftpistole, Sportpistole, und Kleinkalibergewehr die einzelnen Meistertitel vergeben. Mit dem Luftgewehr wurden die Disziplinen im Bereich freihand, Auflage und angestrichen ausgetragen.

Die Teilnehmer im Kleinkaliberbreich ermittelten ihre Meistertitel in den Disziplinen Olympisch Match, Dreistellung, Auflage und angestrichen. Insgesamt nahmen 434 Schützen/innen an der Meisterschaft teil, die aus den 19 angegliederten Schießabteilungen der 19 Bruderschaften, Gilden und Vereinen kamen.

Von der Schüler bis zur Seniorenklasse waren alle Altersklassen vertreten. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Josef Westhoff von der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard, der mit 87 Jahren der älteste Teilnehmer war.

In den nächsten Tagen werden noch die Schüler/innen in der Scat-Klasse ihre Bezirksmeister ermittelten, die auf der Schießsportanlage der St. Hubertus Schützengilde Verl ausgetragen wird. (Stefan Wellerdiek)

Förderkompass 2023

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Tradition im Wandel – Das Schützenwesen in Westfalen als Immaterielles Kulturerbe“ der Universität Paderborn ist ein Förderkompass erschienen. Darin werden Förderprogramme, Unterstützungsfonds und Preise für Schützenvereine, zusammengestellt von Stefan Lütkemeier, aufgeführt.

Das PDF kann hier heruntergeladen werden.

Neuer Bezirkspräses ernannt

Zur traditionellen Bezirksbrudermeistertagung an Buß- und Bettag lud der Bezirksverband Wiedenbrück seine 19 angegliederten Bruderschaften, Gilden und Vereine ein.

Es wurde Rückblick auf das vergangene Jahr gehalten. Im Blick rückten die Schützenfeste, die nach der Coronapause wieder stattfinden konnten. Ebenso gab es auch einen Rückblick auf die Saison der Sportschützen, die wieder erfolgreich an Rundenwettkämpfe und Meisterschaften teilnahmen. Auch zeigten sich die Jungschützen mit der Saison gut zufrieden. Bei den größeren Veranstaltungen des Bezirksverbandes standen das Bezirksschützenfest in Bokel und auch der Bezirkskönigsball in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück im Blickpunkt. Insgesamt zeigten sich die Verantwortlichen des Bezirksverbandes um ihren Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden. Bei dem Ausblick in die Zukunft bereiten dem Bezirk einige Themen große Sorgen. Besonders das von der EU geplante Bleiverbot für Munition sehen alle mit großer Sorge entgegen. Da dieses nicht nur den schießsportlichen Bereich betrifft, sondern auch die traditionellen Bereiche wie das Vogelschießen zu Schützenfest. Hier haben sich aber die Schützenverbände in Deutschland zusammengeschlossen, um ihr Anliegen gebündelt vorzutragen und einen Forderungskatalog dazu herausgearbeitet. Auch die hiesigen Politiker auf Landes.- und Bundesebene sind auf diesen Plan und der daraus resultierenden Folgen durch die Verbände aufmerksam gemacht worden.

Ein besonderer Tagesordnungspunkt war die Ernennung eines neuen Bezirkspräses. Nach 12 Jahren Tätigkeit in dieser Funktion hat der bisherige Amtsinhaber Pastor Rüdiger Rasche sein Amt zur Verfügung stellen müssen, da er nach Paderborn versetzt wurde. Mario Kleinemeier würdigte noch mal seine langjährige Amtszeit mit den Worten, dass Rasche ein Pastor ohne Berührungsängste war und er sich mit seiner ehrlichen und bodenständigen Art, wie auch großem Einfühlungsvermögen und viel Humor, im Bezirksverband sehr hohes Ansehen erworben hat. Als neuer Präses des Bezirksverbandes Wiedenbrück wurde Benedikt Kickum nun ernannt. Benedikt Kickum ist seit 2 Jahren als Pastor im pastoralen Raum Am Ölbach, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock, tätig. Hier übt er sein seelsorgerisches Amt in Kaunitz aus und ist auch dort Präses der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz.
(Bericht: Stefan Wellerdiek)

Auf dem Bild zu sehen sind von links: Stefan Wellerdiek (stellv. Bezirksbundesmeister), Pastor Rüdier Rasche ehemaliger Bezirkspräses, Pastor Benedikt Kickum (neuer Bezirkspräses) und Mario Kleinemeier (Bezirksbundesmeister)

Auftakt nach Maß in die Schützenfest-Saison

Am 7. und 8. Mai 2022 konnte der Bezirksverband Wiedenbrück mit dem Bezirksschützenfest, ausgerichtet von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Bokel, einen Auftakt nach Maß in die Schützenfest-Saison 2022 verbuchen.

Bei frühlingshaftem Wetter trafen sich am Samstag und Sonntag die 19 Bruderschaften, Gilden und Vereine mit den jeweiligen Jungschützen-Abteilungen auf dem Festplatz am Traditionsgasthof „Zum Doppe“ in Bokel.

Schon zu Beginn der Veranstaltung fand auf dem Festplatz die Siegerehrung der Rundenwettkämpfe und der Bezirksmeisterschaften statt. Bezirksschießmeisterin Birgit Kosfeld und Rundenwettkampfleiter Bruno Fröhleke zeichneten zahlreiche Sportschützen für ihre sportlichen Erfolge aus.

Parallel wurden auf dem Schießstand die neuen Bezirksmajestäten im Schüler- und Jugendbereich ermittelt. In den spannenden Wettkämpfen, mit jeweils 19 Bewerbern, errang Lukas Wegener von der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Batenhorst den Titel des Bezirksschülerprinzen, Bezirksjugendprinzessin wurde Alina Diekhans von der Schützenbruderschaft St. Georg-Dreiländereck Verl-Sürenheide. Sie konnte zwei Wochen später an ihren Erfolg anknüpfen und sicherte sich beim Diözesanprinzenschießen in Mantinghausen auch noch den Titel der Diözesanprinzessin.

Eine große Kaffee- und Kuchentafel lud am Nachmittag zur Einstimmung auf das Wochenende ein. Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier begrüßte die 19 Bruderschaften mit ihren Majestäten und Vorständen. Ebenso galt sein Gruß den zahlreich erschienen ehemaligen Bezirksmajestäten der vergangenen Jahre. Dabei standen die ehemaligen Bezirksköniginnen im Mittelpunkt. Sie erhielten aus den Händen von Mario Kleinemeier und seinem Stellvertreter Stefan Wellerdiek eine eigens angefertigte Brosche als Erinnerung und Dank an ihr Bezirkskönigsjahr.

Eine herausragende Ehrung wurde Bezirkspräses Pastor Rüdiger Rasche zuteil. Für seine Tätigkeit als Bezirkspräses verlieh ihm Diözesan- und Bezirksbundesmeister Mario Kleinemeier das „St. Sebastianus-Ehrenschild am Bande für Präsides“.

Schon über lange Zeit begleitet er hauptverantwortlich die jährliche Gebetswache des Bezirksverbandes Wiedenbrück in Bergkloster Bestwig. An drei Tagen gibt er den Teilnehmern aus dem Bezirksverband Wiedenbrück, dem Hochstift Paderborn und der KAB Dortmund geistliche Impulse und richtungsweisen kirchliche Themen mit auf den Weg. Der Seelsorger im Pastoralverbund Reckenberg ist auch Präses der St. Hubertus Schützenbruderschaft Batenhorst.

Der Geistliche, der den Menschen in seinem Umfeld stets auf Augenhöhe begegnet, ist seit zwölf Jahren Präses des Bezirksverbandes Wiedenbrück. Auf vielen Vorstands- und Bruderratssitzungen hat er sich mit Weitsicht und seiner ruhigen, sachlichen Art in die Themen eingebracht und sich ganz im Sinne des Leitsatzes des Bundes „Für Glaube, Sitte und Heimat“ für die christlichen Werte der Schützenfamilie eingesetzt.

Höhepunkt des Wochenendes war neben den beiden Prinzenschießen das Bezirkskönigsschießen am frühen Samstagabend. Den finalen Schuss an der Vogelstange gab Frederic Stallein von der St. Lambertus-Schützenbruderschaft Langenberg ab und repräsentiert jetzt für ein Jahr mit seiner Königin Theresa Wohlfahrt den Bezirksverband. Nach der Proklamation fand der Samstagabend seinen Abschluss in einer rauschen Party bis tief in die Nacht.

Der Sonntag begann mit einer stimmungsvollen Messe, zelebriert vom Präses der ausrichtenden Bruderschaft Pastor Andreas Zander. Zu Anfang der Messfeier wurden Lukas Wegener und Aline Diekhans als Bezirksschüler- und Jugendmajestät inthronisiert und die jeweiligen Ketten und Standarten übergeben.

Am großen Festzug durch Bokel nahmen die Abordnungen der 19 Bruderschaften, Gilden und Vereine mit vielen Ehrengästen teil. Zahlreiche Zuschauer säumten die, von den Anwohnern festlich mit Fahnen und Wimpelketten geschmückten, Straßen.

Auf dem Festplatz angekommen, begrüßte Bezirksjungschützenmeister Simon Ahrens die Jung- und Altschützen sowie die zahlreichen Ehrengäste. Sein besonderer Dank galt den Jungschützen der Bokeler Bruderschaft mit ihrem Jungschützenmeister André Freise und seinem Stellvertretenden Tim Peitzmeier. Sie hatten im Vorfeld ein hervorragendes Fest organisiert. Als Schirmherr hielt der Bürgermeister der Stadt Rietberg Andreas Sunder ein Grußwort.

Trotz der ausgelassenen Stimmung ließen die Schützen die aktuelle weltpolitischen Lage nicht aus den Augen und riefen zu einer Spende für die Bürgerstiftung Rietberg auf. Die beträchtliche Summe von 2.500 € kommt den aufgenommenen Ukraineflüchtlingen in der Stadt zugute.

Beim interessanten Rahmenprogramm am Nachmittag galt es für die Jungschützenabteilungen in verschieden Disziplinen ihre Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen.

Den Abschluss des durch und durch gelungenen Bezirksschützenfestes bildete das Vogelschießen um den Titel des Bezirksjungschützenkönigs. Diesen errang Niklas Leweling, ebenfalls aus der St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg.